Was ist Hypothek?
Grundpfandrecht zur Besicherung eines Immobilienkredits. In Deutschland spricht man im Alltag von Hypothek, rechtlich jedoch meist von einer Grundschuld.
Definition
Eine Hypothek ist ein dingliches Sicherungsrecht an einer Immobilie, das dem Kreditgeber das Recht einräumt, das Grundstück zu verwerten, wenn der Kreditnehmer seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt. In der deutschen Bankpraxis wird heute überwiegend die Grundschuld (§ 1191 BGB) als flexibleres Instrument eingesetzt, während die klassische Hypothek (§ 1113 BGB) an Bedeutung verloren hat. Im alltäglichen Sprachgebrauch wird der Begriff Hypothek jedoch weiterhin für alle durch Grundpfandrechte gesicherten Immobilienkredite verwendet. Ein typisches Annuitätendarlehen zur Immobilienfinanzierung hat eine Sollzinsbindung von 5 bis 20 Jahren. Nach Ablauf der Zinsbindung wird das Darlehen zu aktuellen Marktkonditionen weitergeführt oder umfinanziert. Die monatliche Rate setzt sich aus Zins- und Tilgungsanteil zusammen. Zu Beginn ist der Zinsanteil hoch und der Tilgungsanteil gering; mit fortschreitender Laufzeit kehrt sich dieses Verhältnis um.
Formel
Rechenbeispiel
Für ein Annuitätendarlehen über 300.000 € bei einem Sollzinssatz von 4,2 % p.a. und einer Laufzeit von 20 Jahren beträgt die monatliche Rate rund 1.853 €. Die Gesamtzinslast über die volle Laufzeit beläuft sich auf etwa 144.720 €.