Was ist Eigenkapital?
Der Anteil des Kaufpreises, den der Käufer aus eigenen Mitteln aufbringt. Banken erwarten in Deutschland typischerweise 20 % bis 30 % Eigenkapital.
Definition
Eigenkapital bezeichnet bei der Immobilienfinanzierung die Eigenmittel, die der Käufer selbst in die Finanzierung einbringt. Dazu zählen Ersparnisse, Wertpapiere, Bausparverträge, Schenkungen und die Eigenleistung (Muskelhypothek). Banken in Deutschland verlangen in der Regel, dass der Kaufpreis zuzüglich der Kaufnebenkosten (Grunderwerbsteuer, Notar, Makler) zu einem erheblichen Teil aus Eigenkapital bestritten wird. Eine Eigenkapitalquote von mindestens 20 % des Kaufpreises gilt als Richtwert für günstige Konditionen. Je höher das Eigenkapital, desto niedriger ist der Beleihungsauslauf (Loan-to-Value), desto besser sind die Zinskonditionen. Banken bieten häufig Zinsnachlässe ab 60 %, 70 % und 80 % Beleihungsauslauf. Bei weniger als 20 % Eigenkapital wird die Finanzierung als riskanter eingestuft und mit höheren Zinssätzen bepreist.
Formel
Rechenbeispiel
Kaufpreis einer Eigentumswohnung: 400.000 €. Kaufnebenkosten ca. 40.000 € (10 %). Gesamtaufwand: 440.000 €. Eigenkapital: 80.000 € (20 % des Kaufpreises). Darlehensbetrag: 360.000 €. Beleihungsauslauf: 90 %.