Was ist Bausparvertrag?
Kombination aus Sparplan und Baudarlehen. In der Ansparphase werden Einlagen angespart, danach steht ein zinsgünstiges Darlehen für Immobilienzwecke bereit.
Definition
Ein Bausparvertrag ist ein zweckgebundener Spar- und Kreditvertrag, der über eine Bausparkasse abgeschlossen wird. Er besteht aus zwei Phasen: der Ansparphase, in der der Sparer regelmäßige Einlagen leistet (mindestens 40-50 % der Bausparsumme), und der Darlehensphase, in der er ein zinsgünstiges Baudarlehen über die verbleibende Bausparsumme erhält. Bauspardarlehen haben typischerweise feste Sollzinssätze zwischen 1 % und 3 %, was in einem Hochzinsumfeld besonders attraktiv sein kann. Allerdings sind auch die Guthabenzinsen in der Ansparphase sehr niedrig. Der Staat fördert das Bausparen über die Wohnungsbauprämie (WoP) für Personen mit einem zu versteuernden Einkommen bis 35.000 € (Einzelperson). Arbeitnehmer-Sparzulage gilt zusätzlich für vermögenswirksame Leistungen.
Formel
Rechenbeispiel
Bausparsumme 50.000 €, Ansparphase: monatlich 200 € einzahlen. Nach ca. 10 Jahren ist der Vertrag mit ca. 24.000 € Guthaben zuteilungsreif. Das Bauspardarlehen über 26.000 € wird zu 1,5 % p.a. ausgezahlt.